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Kuss für Katrin Niemann vom OB und Umarmung für Silvia Wohlfahrt und Elke Sobe (von links). Foto: Weber

„Honey on Lips“ aus Weimar und Stepptanz beim Schwarz-Weiß-Ball

„Mit Gruß und Kuss, dein ...“

ROTHENBURG – Ein Küsschen in Ehren: Beim vierten Schwarz-Weiß-Ball der Rotarier, Lions und Kiwanis am vergangenen Wochenende im Theatersaal des Wildbads ließ sich Oberbürgermeister nicht zweimal bitten von den „Honey on Lips“ aus Weimar. Er bedankte sich für ihren hinreißenden Vortrag bei der Veranstaltung mit einer zärtlichen Liebkosung.

Hartls Ehefrau Gudrun sah es schmunzelnd und duldete augenzwinkernd diese besondere Geste. Das Trio aus Weimar mit den klassisch ausgebildeten Sängerinnen Silvia Wohlfahrt (1. Sopran), Katrin Niemann (2. Sopran) und Elke Sobe (Alt), das am Flügel begleitet wurde von Dirk Sobe, hätte eine ganze Reihe von Küssen verdient gehabt. Die Ballbesucher entließen die „Honey on Lips“ nach deren begeis-ternden Vortrag von Swing im Stile der Andrews Sisters nur ungern und schon gar nicht ohne sich gleich etliche Zugaben erklatscht zu haben.

Die Künstlerinnen sind, wie auch ihr Pianist, am Nationaltheater Weimar angestellt. Erich Landgraf hatte das kleine, feine Ensemble mit seinen guten Kontakten in die thüringische Kulturstadt für die Stippvisite beim Ball gewinnen können. Die „Weimar Comedians“, zu denen sich unter anderem Dirk Sobe zählt, gehörten im vergangenen Jahr am Topplertheater zu den Zugnummern unter den Gastspiel-Angeboten. Auch in diesem Jahr werden sie dort wieder auftreten.
Beim Schwarz-Weiß-Ball ging es auch in seiner vierten Auflage nicht zuletzt darum, die Generalsanierung von St. Jakob zu unterstützen. „Honey on Lips“ verzichteten zugunsten der guten Sache auf jede Gage. Sie machten die zweite Einlage in dieser rauschenden Ballnacht im festlich dekorierten Theatersaal zum Genuss für Aug und Ohr.

Stepptänzerisch zur Sache gegangen war es beim ersten Beitrag des Abends. Auf jenem blauen Karree, das von einer „Matrosenmannschaft“ zur Schonung des denkmalgeschützten Steinmosaiks im Boden aufgezogen und stilecht geschrubbt worden war, hatte die Tanzschule Gabriele Emmert richtig losgelegt.
In verschiedenen Formationen brachten Tänzerinnen die Metallplatten an den Sohlen ihrer Schuhe im Rhythmus der Musik zum Klacken. „In the Mood“, „Lord of die Dance“, „Jesus Christ Superstar“ und Michael Jackson ließen dabei grüßen. Und als Zugabe für St. Jakob gab es unter dem Beifall des geneigten Publikums noch eine kleine Strippnummer obendrauf.

Dass die Kirchensanierung für sie ein ganz besonderes Anliegen ist, zeigten die rund 200 Ballbesucher im Lauf des Abends. Eine Tombola mit elf Preisen war eigentlich geplant. Damit sollte die Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt werden, dass 2011 der Endpunkt erreicht sein wird bei der Generalsanierung von St. Jakob. Es wurde schließlich eine Tombola mit zwölf Preisen, aber das dürfte den Organisatoren wohl kaum jemand übel genommen haben.

Zu gewinnen gab es unter anderem Oldtimer- und Aaglanderausfahrten, Drei-Gänge-Menüs, Karten für den Auftritt der „Comedians“ im Topplertheater, für eine musikalische Führung durch St. Jakob und auch für den nächs-ten Schwarz-Weiß-Ball am 14. Januar 2011. Über eine Runde mit dem Sportflugzeug durfte sich ein Rothenburger Paar freuen. Dr. Ulrich Zimmer und Wildbad-Hausherr Pfarrer Herbert Dersch hatten bei der Tombola mit Charme und Erfolg für fleißige Beteiligung geworben. Unter dem Strich kamen in der Ballnacht rund 2400 Euro für St. Jakob zusammen.

Die siebenköpfige Band „Crashendo“ aus dem Nachbarkreis Neustadt-Bad Windsheim mit Sitz in Burgbernheim breitete einen Klangteppich aus, auf dem sich die Tänzer wohlfühlten. Das Küchen- und Serviceteam des Wildbads rundete mit einem vorzüglichen kalt-warmen Büfett und mit aufmerksamer Bedienung eine gelungene Ballnacht ab.

ww, 18.01.2010


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