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Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss befasste sich mit der „Sozialen Stadt“

Hehre Zielsetzungen festgelegt

ROTHENBURG – Um Kunst und Kultur, Soziales und Zusammenleben sowie um Grünflächen in der Stadt geht es in den weiteren Feldern des Förderungsprogramms „Soziale Stadt“ über die der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss diese Woche öffentlich beraten hat.

Es sind Absichtserklärungen und zunächst keine Investitionsentscheidungen, die in dem Grundsatzpapier stehen. Schließlich geht es um Ziele, wobei deren Erreichung sich zwangsläufig an der Haushaltslage der Stadt orientiert. Das sogenannte „integrierte Handlungskonzept“ im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm beriet der Stadtenwicklungs- und Wirtschaftsausschuss in den Handlungsfeldern 5, 6, und 8. Zunächst ging es um Kunst und Kultur.

Hier wird festgestellt in der Präambel, dass Rothenburg vielfältige Angebote für alle Generationen „im Spannungsfeld von historisch geprägtem, öffentlichen Kunstraum bietet. Hinzugefügt wurde im Ausschuss noch der Satz: „Die Stadt ist sich der Bedeutung eines reichen kulturellen Angebotes als Stand­ortfaktor bewusst“.

Zu den Zielen gehört, dass kulturelle Schwerpunkte herausgearbeitet werden müssen und das Angebot qualitativ verbessert werden soll. Auch eine eigene Kulturarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene soll es geben und man möchte mehr vernetzen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist ein Punkt. Zu den Potentialen der Stadt gehören bereits vorhandene Kultureinrichtungen mit überörtlicher Bedeutung, wobei die Akzentuierung und Außendarstellung entwicklungsfähig ist. Als Handlungsansätze führt das Papier auf: ein Kulturbüro mit Innenstadt- und Kulturmanagement, eine Kunst- und Kulturmeile und die Sanierung des öffentlichen Kunst- und Kulturraumes, also z.B. die Platzgestaltung im Klosterhof oder Spitalhof.

Unter Inhalte ist das vorhandene und das Wünschenswerte aufgelistet, wozu ein Bürger- und Jugendkulturzentrum im alten Schlachthof gehört. Dort könne sich Kleinkunst, experimentelle Kunst und Nischenkultur entfalten.
Allerdings regte sich beim Schlachthof einzelner Widerstand. Stadtrat Dr. Strobl lehnte es sogar mit seiner Gegenstimme ab, dort eine Jugendeinrichtung auch nur als mögliches Ziel aufzuführen. Es dürfe nichts präjudiziert werden.

Bürgermeister Förster ist für die Aufnahme, denn man müsse ohnehin erst später prüfen und entscheiden, was dann machbar sei. Stadtrat Kölle ist gegen die Streichung des Vorhabens und von den Grünen wird darauf hingewiesen, dass es ja nur um einen bescheidenen ersten Schritt mit einem Jugendkulturraum gehe. Oberbürgermeister Walter Hartl verweist auf das große ehrenamtliche Engagement, das hinter einem Teilausbau stehen würde.

Auch zu „Soziales und Zusammenleben“ gab es einige Anmerkungen im Ausschuss. Auch hier wurde eingefügt, dass man das Zusammenleben der Generationen fördert. Das große Schulangebot und reichhaltige Vereinsleben sowie das ehrenamtliche Engagement gehören zu den Potentialen. Unter der Auflistung der Ziele kritisierte man die eine oder andere „hohle Phrase“ und nahm redaktionelle Verbesserungen vor. Die „Bürgergesellschaft vernetzen“ heißt es da ebenso wie „die Integration von Migranten und insbesondere von Frauen und Müttern weiterführen“. Auch von der besseren Information über vorhandene Angebote ist die Rede. Spielpätze sollen neu gestaltet werden.

Bei den Handlungsansätzen geht es um das Innenstadt-Management, um zentrale Begegnungsstätten und thematische Stadtpläne. Auch hier taucht nochmal ein Jugendkulturzentrum im Schlachthof auf, fernern werden „integrative Schulprojekte in allen Schularten zur Stadtgeschichte“ angeregt. Für Senioren möchte man Beratungsstellen und weitere Angebote haben. Stadtrat Kölle meinte, dass bei allem der Turn- und Sportverein zu kurz komme, den er sei es, der fast alle Bereiche auch der Sozial- und Jugendarbeit mit abdecke.

Das achte Handlungsfeld befaßt sich mit dem öffentlichen Raum und Grünflächen. Hier geht es übereinstimmend darum, die Einmaligkeit bestimmter Bereich in der Altstadt sowie den Grüngürtel ringsherum zu erhalten, aber auch naturnahe Angebote zu schaffen. Stichworte sind auch Wanderwege, Fußgängerleitsystem und Radwegverbindungen. Ebenso geht es um Fassadenbegrünung, Straßenbäume und Ruhezonen mit Grün.

Vieles werde schon längst getan, meinte Stadtrat Schaumann, aber man rede vielleicht zu wenig darüber. Das Papier soll in allen Punkten eine Handlungs-Leitlinie sein, die Umsetzung ist einzeln zu beschließen.

diba, 05.02.2010


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