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Hauptschulverband stellt die Weichen für Sanierung

Projekte fürs Konjunkturpaket II

ROTHENBURG – Einstimmig hat der Hauptschulverband Rothenburg bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstagnachmittag im Lehrerzimmer der Valentin-Ickelsamer-Schule beschlossen, zwei Projekte im Gesamtumfang von rund 2,50 Millionen Mark zur Förderung durch das Konjunkturpaket II einzureichen.

Dabei geht es sowohl um die energetische Sanierung des Schulflachdachs, die laut Kostenschätzung rund 2 Millionen Euro teuer werden wird, als auch um die mit rund 500000 Euro veranschlagte Sanierung der Kunststofflauffläche um den Rasenspielplatz der Freisportanlage.

Sollten diese beiden Projekte berücksichtigt werden, müssen sie nach den zuletzt bekanntgegebenen Richtlinien innerhalb von zwei Jahren abgewickelt sein, und zwar komplett von der Planung bis zur Ausführung. Die Zeitvorgabe gilt vor allem auch deshalb als problematisch, weil sich die Suche nach Baufirmen mitunter schwierig gestalten könnte. Es wird damit gerechnet, dass die Unternehmen mit einem Schlag ziemlich ausgebucht sind.

Das Beschlussgremium und auch die Stadt Rothenburg, die mit ihrer Verwaltung die Geschäfte in dem Zusammenschluss führt, rechnen sich durchaus Chancen aus, mit ihrem Antrag zum Konjunkturpaket II zum Zug zu kommen. Schließlich profitierten von solchen Vorhaben des Schulverbands die Stadt Rothenburg und auch alle anderen zugehörigen Gemeinden. Der Effekt wäre also verglichen zu rein kommunalen Projekten breiter gestreut.

Das Rothenburger Büro Knoll & Konopatzki ist bereits mit der Planung befasst. Architekt Andreas Konopatzki und Diplom-Ingenieur Klaus Edelhäuser stellten ihr Konzept für die beiden genannten Bereiche in der jüngsten Schulverbandssitzung vor.

Nachträglich nicht mehr ins Konjunkturpaket II aufgenommen werden kann im Bereich des Schulzentrums ein Projekt, das schon seit vergangenem Jahr läuft und das im kommenden Jahr abgeschlossen sein soll: die über 3 Millionen Euro teure Generalsanierung der Dreifachturnhalle.

Komplett abgeschlossen ist dort laut stellvertretendem Stadtbaumeister Alfred Baum bisher die Sanierung des Flachdachs und der Heizung (unter anderem wurden neue Deckenstrahler eingebaut) sowie der Verglasung in den Dachübergängen.

In diesem Jahr steht die Sanierung der Fassade an mit Wärmedämmung und auch mit neuer Isolierverglasung. Außerdem sollen in der Halle neue Trennwände installiert werden. 2010 geht das Projekt dann mit Arbeiten in den Bereichen Umkleidekabinen samt Duschen und Toiletten, Brandschutz und neuer Boden in die Schlussphase. Das Projekt ist nach Angaben der städtischen Verwaltung so gestaffelt, dass in jedem der drei Jahre in etwa die gleiche Summe „verbaut“ wird.
In seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat beschlossen, insgesamt 14 rein auf Rothenburg bezogene Projekte mit einem Gesamtumfang zur Förderung durch das Konjunkturprogramm II einzureichen (wir berichteten bereits kurz). Unter dem Strich steht dabei eine Summe von knapp 6,4 Millionen Euro.

Vor allem geht es in der Liste um energetische Sanierungen. So soll für rund 680000 Euro in der Topplerschule die Heizung erneuert werden. Die Fassade muss hergerichtet und der Putz saniert werden. Fenster stehen zum Austausch an. Auf rund 480000 Euro geschätzt wird die fällige Sanierung von Dach und Fenstern der Luitpoldschule und auch die Erneuerung der Fenster dort.

Außerdem enthalten: Umbau und Sanierung des Goethe-Instituts (850000 Euro für die große, 490000 Euro für die reduzierte Lösung), Erneuerung der Fenster in einem Abschnitt des Rathauses (100000 Euro), Reichsstadthalle mit Erneuerung von Heizung, Beleuchtung, Installation sowie Sanierung von Dach und Küchenbereich samt Brandschutz (750000 Euro), Jugendkulturzentrum Schlachthof (1 Million Euro), Spitalgebäude mit Erneuerung der Heizzentrale (300000 Euro), Verwaltungsgebäude Grüner Markt 1 (u. a. auch Aufzug, 400000 Euro), Hegereiterhaus (u. a. Statik, 180000 Euro), Fleischhaus (Dach und Fassade, 450000 Euro), Klosterhof 6 (Nutzungskonzept einschließlich Gesamtsanierung, 350000 Euro), Stadion (Allwetterplatz 480000 Euro), Ersatzbau der WC-Anlagen beim Spitaltorparkplatz (180000 Euro) und Dorferneuerung Bettenfeld, Leuzenbronn (550000 Euro).

ww, 05.03.2009


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