„Für jedes Interesse die passenden Angebote“

Kleine FA-Umfrage unter jugendlichen Besuchern der Wirtschaftsmesse – Junge Mitarbeiter sind als Informanten besonders geschätzt

ROTHENBURG – Die Wirtschaft lud ein und die Schüler kamen: Am Berufsinfotag der Wirtschaftsmesse zog es zahlreiche Jugendliche, bei denen in naher Zukunft der Ernst des Lebens ansteht, in die Messehallen. Egal ob sie schon eine feste Vorstellung von ihrer beruflichen Laufbahn haben oder sich gerade noch orientieren, die Schüler – allein oder mit Unterstützung der Eltern – konnten in jedem Fall wertvolle Anregungen mit nach Hause nehmen.

Theresa Müller (15) besucht die 9. Klasse der Realschule und machte sich mit Mutter Agnes über alternative Berufsmöglichkeiten schlau.

Theresa Müller: „Ich möchte am liebsten eine Ausbildung zur Optikerin machen. Die Mischung aus der Arbeit am Computer und den Kontakt mit den Kunden gefällt mir dabei am besten. Hier auf der Wirtschaftsmesse schaue ich mich um, was es an weiteren Möglichkeiten für eine Ausbildung gibt. Eine schulische Weiterbildung käme als Notlösung in Frage.“

Agnes Müller: „Wir reden zusammen schon viel über die berufliche Zukunft. Aber wir drängen Theresa in keine Richtung. Wir haben ihr ans Herz gelegt, so viele Praktika wie möglich zu machen. Am wichtigsten ist jedoch, dass sie Spaß an dem hat, was sie macht. Ich finde es gut, dass an den Ständen viele junge Leute sind, die mit den Schülern über die Ausbildung sprechen.“

Lukas Klug (17) und Niklas Berger (18) sind in der 11. Klasse des Gymnasiums. Trotz baldigen Abiturs ist das Thema Ausbildung für sie noch lange nicht vom Tisch.

Lukas Klug: „Ich möchte auf jeden Fall Informatik studieren, vielleicht aber im dualen System. Auf der Messe habe ich einige Unternehmen entdeckt, die ich bisher nicht kannte. Eines sogar aus meinem möglichen Berufsfeld. Hier gibt es für jedes Interesse die passenden Angebote. Allerdings sind manche Stände etwas verwinkelt angeordnet.“

Niklas Berger: „Eine Ausbildung käme auch für mich in Frage. Denn auch wenn man ein abgeschlossenes Studium hat, legen viele Arbeitgeber großen Wert auf praktische Kenntnisse. Durch die vielen Hochschulen, die hier vertreten sind, sehe ich es allgemeiner als ‘Zukunftsmesse’. Es ist eine gute Gelegenheit Kontakte zu knüpfen, Praktika auszumachen und eine bessere Vorstellung von den Unternehmen und den Berufsmöglichkeiten zu bekommen.“

Laura Gebhart (17) aus Gebsattel besucht ebenfalls die 11. Klasse des Gymnasiums. Sie würde gerne nach ihrem Schulabschluss in der Region bleiben und informiert sich deshalb bei heimischen Arbeitgebern.

Laura Gebhart: „Momentan habe ich eine Ausbildung oder ein duales Studium im Kopf. Am liebsten möchte ich technische Bauzeichnerin oder Produktdesignerin werden. Hier habe ich die Gelegenheit genutzt, gezielt bei Unternehmen nachzufragen, wann sie wieder ausbilden und bei wem man sich melden muss. Ich habe mich aber auch noch umgeschaut, was es sonst noch an Möglichkeiten gibt. Schön finde ich, dass man an den Ständen nicht nur Informationen bekommt, sondern bei den Aktionen auch etwas machen kann.“

Niklas Schöngarth (16) aus der Nähe von Colmberg geht auf die Mittelschule. Durch den Besuch des zweijährigen M-Zugs, der zur Mittleren Reife führt, möchte er seine Ausgangschancen verbessern.

Niklas Schöngarth: „Ich schaue mir hier auf der Messe gezielt an, was mich interessiert. Besonders genau habe ich mich bei an den Ständen der Polizei und der Bundeswehr informiert. Bei der Bundeswehr könnte ich mir sowohl den technischen, aber auch den militärischen Bereich vorstellen. Abgesehen davon wäre technischer Produktdesigner ebenfalls eine weitere Option für mich.“ mes

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