Spiel der Könige

Lust auf eine Runde Schach?

ROTHENBURG – Der Schachclub Rothenburg hat mit seinen 63 Mitgliedern und den vier Mannschaften, die in der Bezirksliga ( B1 und B2), in der Kreisliga und in der Aufbauliga spielen – ein Jahr vor seinem fünfzigjährigen Gründungsjubiläum – seine bisher größte Leistungsdichte erreicht.

Einige Mitglieder des Rothenburger Schachclubs im Stammlokal „Post“.     Foto: Schäfer

Einige Mitglieder des Rothenburger Schachclubs im Stammlokal „Post“. Foto: Schäfer

Gewöhnlich treffen sich am Freitagabend die Schachspieler in ihrem Stammlokal, dem Gasthaus „Post“, um Kurzpartien oder das noch schnellere „Blitz“ zu spielen. Der Schachclub praktiziert das „königliche Spiel“ auf anspruchsvollem Niveau: zum reinen Vergnügen als auch wettkampfmäßig. Ob ein fünfjähriges Mädchen im Jugendtraining von Marko Köhl oder ein über 80-jähriger Rentner, sie alle finden Gefallen und Freude daran, mit List und Strategie, den König des Gegners matt zu setzen.

Sehr beachtlich sind die Leistungen von Julian Shen, der mit seinen 14 Jahren schon bei der Deutschen Meisterschaft mitspielte und in Turnieren spielstarke Erwachsene besiegen kann. Aber auch die, der noch jüngeren Amalia und Raphael Stark, die dieses Jahr auf der bayerischen Jugendmeisterschaft (U12 und U10) mit guten Ergebnissen zurück kamen.

Im Verein treffen sich die verschiedensten Berufe und Herkünfte: Da ist der Unternehmer Peter Diller, der nicht nur mit Schneeballen gut kann, sondern auch ein sehr guter Schachspieler ist. Da ist Johann, ein Motorenspezialist, der in Kasachstan geboren wurde, eine Unternehmerin, ein Landwirt und Dichter aus Insingen, ein Steuerfachmann, ein Lehrer, Pfarrer, Pensionist, ein Optikermeister, Politikwissenschaftler, ein Ingenieur, ein Programmierer, um nur einige Beispiele zu nennen.

Für die Mannschaftskämpfe der ersten Mannschaft, die zwischen Oktober und April stattfinden nehmen einige Spieler enorme Strapazen auf sich: Gottfried Zeltner kommt aus Augsburg und Reinhard Wendland aus Schongau angefahren.Vera Medunova, eine „Internationale Meisterin“, mit Bundesligaerfahrung, reist aus Tschechien an und fährt Sonntagabend nach einem Mannschaftskampf noch die Strecke von 600 Kilometer nach Hause. Ein Novum ist überdies, dass mit der Vorsitzenden Marianne Diller – wahrscheinlich einzigartig in Deutschland – eine Frau, die Geschicke eines Schachvereins leitet. kl

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