Lust auf den Herbst gemacht

AnRa-Modenschau auf der Blauen Terrasse besticht mit dem Bekenntnis zur eigenen Linie

ROTHENBURG – Mit inspirierenden Beispielen für den kommenden Modeherbst und -winter wartet AnRa-Moden auf. Viel Beifall gab es für die Modenschau auf der Blauen Terrasse des früheren Traditionshotels „Goldener Hirschen“.

Groß und klein unter den Models beim Gruppenbild vereint, vorne die Nähkids. Fotos: Weber

Als letzte der drei Rothenburger Adressen für Damenbekleidung hat AnRa seine aktuellen Kreationen präsentiert und damit den Reigen der herbstlichen Modenschauen in der Tauberstadt geschlossen.

An prominenter Stelle zeigten die  zehn Models,  allesamt Mitarbeiterinnen und Freundinnen von Anett Perner,  auf dem über 20 Meter langen Laufsteg in ansprechender Inszenierung Beispiele der aktuellen Kollektion.
Gute Beziehung  
Bereits zum zweiten Mal war AnRa  mit der Modenschau zu Gast im Hotel. Anett Perner wertschätzt die gute nachbarschaftliche Beziehung zwischen beiden Unternehmen sehr, wie sie bei der Moderation betonte.

Anett Perner (links) und Nele (im selbstgenähten Hoody) Hand in Hand.

„Feminin, sinnlich und lebensfroh“ lautet der Slogan bei AnRa. Das spiegelt sich auch in der gezeigten Mode aus der Kollektion wider. Die Farbe rot zieht sich dabei durch wie ein roter Faden.

Zeitlos 
AnRa ist zeitlos, klassisch und elegant zu gleich, geht dabei ganz betont seinen eigenen Weg. Und spielt gern mit detailverliebten Akzenten und Accessoires, die sozusagen das i-Pünktchen und besondere Etwas sind für die jeweiligen Kollektionen.
Das zeigt sich sich auch in der aktuellen Herbst- und Wintermode: Kleider, Röcke, Jacken, Kostüme, Mäntel und die dazu passende pfiffige bis dezente Kopfbedeckung heben sich ganz bewusst ab vom Mainstream und setzen ganz eigene selbstbewusste Akzente.
Bei AnRa geht es ab von der gängigen modischen Farbpalette und den üblichen Kombinationsmustern, die  es überall zu kaufen gibt. „Bei uns gibt es eigene Farben und Schnitte, die uns gefallen, die bequem sind, der weiblichen Figur schmeicheln und in denen sich die Frau wohlfühlt. Die Mode ist langlebig und hochwertig verarbeitet“, erläutert Anett Perner das Credo ihres Hauses.
Überwiegend Altstadt
Ihre Kollektion wird in Rothenburg entworfen und auch überwiegend im eigenen Atelier mitten in der Altstadt von zwei Modeschöpfern, fünf  Schneiderinnen und einem Schneider  produziert.  Die Stoffe werden überwiegend in Deutschland und in Italien hergestellt.
Die Herbstsonne schickte ihre Strahlen überreichlich auf die Blaue Terrasse hinter Glas. Es  wurde  richtig warm dort. Fast schon ideal für die nächste Bikinikollektion, wie Anett Perner scherzte.  Aber die Tage werden kommen, an denen  die modebewusste Eva ihr individuelles, kuschlig-warmes Drüber braucht, ja geradezu genießt.
Auch wenn sich das bei den Temperaturen zur Modenschau vielleicht noch gar nicht so richtig vorstellen ließ. Die über 50 gezeigten Kreationen basierten überwiegend auf farbenfrohen und musterreichen Merinowollstoffen oder anderen Naturmaterialien. Den Models ist bei der Präsentation also keinesfalls kalt geworden, wie man sich vorstellen kann.
Bei einem von insgesamt fünf Durchgängen sind bei der Modenschau auch besonders schöne Kreationen eingekaufter Ware  gezeigt worden.  Sie fügten sich organisch ein.
Einen fröhlichen Akzent haben bei der Präsentation die Nähkids von AnRa gesetzt. Sie zeigten in ihrer frischen, unbekümmerten Manier einen Ausschnitt aus den selbstgefertigten Ergebnissen ihres Nähcamps der zurückliegenden Wochen und steuerten dazu noch eine flippige Einlage bei.
Anett Perners Kollegen der Handmade-Gruppe zeigten den Gästen erste Ideen ihrer regionalen Produkte im Hinblick auf Weihnachten. An Ständen im Foyer konnten sich Besucher einen Eindruck vom aktuellen Angebot verschaffen und schon einmal den einen oder anderen Tipp für ein Weihnachtspräsent holen.

Handmade-Stand: Weihnachten kommt.

Zwischen den einzelnen Moderunden führte die Modeschöpferin jeweils mit Kolleginnen und  Kollegen der Handmade-Gruppe Interviews, stellte dabei sie und ihre Erzeugnisse vor. Als große Überraschung konnte Anett Perner den neuen Handmade- Abrissblock präsentieren. „Das freut mich total, dass es noch geklappt hat,“ betont sie. Ursula Thome hatte bei der Modenschau Gelegenheit, die von ihr entwickelten modischen Kompressionsstrümpfe zu zeigen um Frauen nach Krebsoperationen Mut zu machen, Kleider zu tragen.

Synergien gewinnen
Amelia Hansen sorgte bei der Modenschau auf der Blauen Terrasse für die musikalische Untermalung zusammen mit dem Gitarristen Marcus Bär. Johannes Keitel von Keitel-Eventtechnik tauchte alles ins farbige  Scheinwerfer-Licht, zeichnete für die Musikeinspielungen und für den richtigen Ton verantwortlich. Alexandra Öder vom Cafe Schatztruhe in Sommerhausen verwöhnte die Gäste mit Gebäck. Kaffeeröstmeister Stefan Gögelein schenkte  seinen selbstgerösteten Kaffee aus. Am Ende durften sich Anett Perner, ihre Models und auch ihre Handmade-Kollegen über viel herzlichen Beifall freuen.

Schöner Lohn für einen Nachmittag, der  nicht zuletzt auch als Signal für Zusammenarbeit der Geschäfte und für die daraus gewonnenen Synergien zu sehen war. „Denn in der Gemeinschaft stärken wir uns gegenseitig und schaffen einen erfolgreichen, abwechslungsreichen Einzelhandel in unserer schönen Stadt,“ zeigt sich Anett Perner überzeugt.                                -ww-

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