Alle Jahre wieder

Schöne Einstimmung zum Advent macht warm ums Herz

ROTHENBURG – Man kann es immer wieder feststellen: Der ideale Aufführungsort für ein Adventskonzert ist eine Kirche. Nicht nur, dass der Advent eine originäre kirchliche Vorbereitungszeit ist, welche die Gläubigen auf die Weihnachtszeit vorbereiten soll. Das Gotteshaus ist ein Platz, der zum Innehalten und zur inneren Einkehr einlädt.

Der Jakobs-Chor unter der Leitung von Jasmin Neubauer brachte sich mit Motetten alter Meister ein. Fotos: Schäfer

Adventskonzerte sind etwas ganz Besonderes zur Einstimmung in die vorweihnachtliche Zeit. Mit Bläsermusik von Beethoven eröffnete der Posaunenchor von St. Jakob am Sonntagnachmittag das stimmungsvolle Konzert in der vollbesetzten Rothenburger Stadtkirche. Einheimische und Touristen bildeten ein bunt gemischtes Publikum. Es dankte mit kräftigem Beifall für die Vielseitigkeit und beeindruckenden Interpretationen der Musik- und Gesangsstücke. Die Darbietungen öffneten die Herzen.

Eine große Zahl Sängerinnen und Sänger halten ihrem Chor seit Jahrzehnten die Treue. Die verschiedenen Gruppen hatten ihre eigenen Beiträge ausgesucht. Der professionellen Leitung der Kantorin Jasmin Neubauer oblag es, die Stücke des Posaunenchors, des Jakobs-Chors und die Lieder zum Mitsingen auszusuchen sowie die Reihenfolge des Programms festzulegen. Sie koordinierte die Instrumental- und Vokalensembles und war als Dirigentin und Organistin im Einsatz. Gemeinsam mit Gudrun Gross und Ulrike Walch bewerkstelligte sie auch das Zusammenspiel des Kinderchors „Jakurrende“ mit den „Klängfängern“, der Singschule des Windsbacher Knabenchores. Die gemischte Gruppe aus Vorschulkindern und Schülern besang die Adventszeit in ihrer freudigsten Form, mal andächtig, mal lautstark. Mit Händen und Armen unterstützten die Kinder rhythmisch ihren Gesang. Das Blockflötenensemble „Flautino“ unter der Leitung von Anette Pehl spielte die als Adventslied bekannte Kantate „Tochter Zion“ des Melodienkomponisten Georg Friedrich Händel.

Der kirchenmusikalische Nachwuchs: Eine kleine Abordnung des Kinderchors „Jakurrende“ im Zusammenwirken mit „Klangfängern“.

Der Kirchenchor Heilig Geist (Leitung Ernst Schülke), der Kirchenchor Detwang, geleitet von Jürgen Klatte sowie der St.-Johannis-Chor der katholischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Marianne Dreßler, zählten ebenfalls zu den Mitwirkenden des prallen Programms, zu dem auch gemeinsames Singen der versammelten Gemeinde gehörte als musikalische Beteiligung. Ein weiterer Bestandteil waren die liturgischen Texte und Gebete von Dekan Hans-Gerhard Gross. „Der Advent bedeutet, wachsam sein, dass etwas Neues geschieht und Begegnung stattfindet, die das Herz berührt“, sagte er. Im Advent wird „auch jenseits der Tränen liebendes Lächeln möglich und durch Schmerzen hindurch kann neue Hoffnung geboren werden.“ Für Heiterkeit sorgte die anrührende Weihnachtsgeschichte vom lächelnden Christkind, in der das schlafende Kind in der Krippe im Mittelpunkt steht und von einem Floh gekitzelt wird. Im Gebet gedachte der Dekan der Menschen, die einsam und verzweifelt sind, die in Streit und Unfrieden leben, Krieg und Terror ausgeliefert sind, die hungern, frieren obdachlos sind.“ Niemand kann ohne Zuspruch und Ermutigung leben. Der Dekan gab den Kirchenbesuchern den Segen und ein gutes Wort mit auf Weg: Gott sende einen Engel – er bringe Licht, Mut und Schutz.“   sis

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