Ehrgeiz und Freude vereint

Jugendstiftung Schmidt belohnte Leistungsträger für ihre Verdienste

ROTHENBURG – Den Leistungswillen von Jugendlichen besonders zu honorieren war das Anliegen von Siegfried Schmidt als er 2010 die gleichnamige Stiftung gegründet hat. In Rothenburg muss man nicht lange suchen, um passende Kandidaten für diese Auszeichnung zu finden, wie die jüngste Preisverleihung bei Kunst Kultur Korn erneut zeigte.

Judo-Abteilungsleiterin Nadine Mrugalla (links) mit ihren Schützlingen, die sich großartige Ergebnisse erkämpften. Fotos: Scheuenstuhl

Und wenn Leistungswille auf Motivation und Freude an der Sache trifft, dann ist es wenig verwunderlich, wieder „alte Bekannte“ auf der Bühne zu sehen, die einen symbolischen Scheck entgegennehmen durften. Man könnte auch sagen, die Stiftung fördere die Nachhaltigkeit. Denn der Betrag – meist 250 Euro für Einzelauszeichnungen und 500 Euro für Gruppen – ist nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Angesichts von Fahrt- und Anmeldekosten und weiterer Ausgaben ist es für Vereine und Einzelkämpfer eine wichtige Quelle, um ihr sportliches oder kulturelles Hobby weiter ausüben und sich stetig verbessern zu können – wie es im Sinne des Stiftungsgründers ist.

Nach dem Schwerpunkt auf Musik im vergangenen Jahr richtete man sich heuer bei der Preisvergabe wieder an den drei Kategorien „Körper“, „Geist“ und „Seele“ aus. Für die nächste Auflage könne man sich einen Fokus auf den Sport mitsamt entsprechender Vorführungen vorstellen, verrät Alexandra Schmidt, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Zusammen mit Bernhard Benz, Leiter der Findungskommission und „kompetenter Ansprechpartner vor Ort“, moderierte sie den Abend.

Die Kategorie „Sport“ eröffnete die eigentliche Preisverleihung. Daniela Schmidt durfte als erste ein gewichtiges Kuvert entgegennehmen. Die junge Badmintonspielerin (Altersklasse U15) belegte bei Ranglistenturnieren sieben mal den 1. und zweimal den 2. Platz. Dadurch qualifizierte sie sich für die Teilnahme an Ranglistenturnieren auf bayerischer Ebene.

Bayerischer Meister in der Halle

Voll wurde es dann auf der Bühne dank der Flagfootball B-Jugend. In der Halle wurden sie Bayerischer Meister, unter freiem Himmel belegten sie immerhin den 3. Platz. Von 23 Spielen konnten sie 22 für sich entscheiden. Besonders zu erwähnen war die Leistung von Teammitglied David Franzelin. Mit erst 14 Jahren wurde er in die Bayerische Landesauswahl berufen.

Was wäre eine Preisverleihung ohne die jungen Damen von Erich und Barbara Hassel? Durch die Bank belegen die 20 Turnerinnen hervorragende Platzierungen in Mittelfranken sowie auf Bayern- und Landesebene. Beispielhaft wurden Lucy Schneider (Bayerische Vizemeisterin im Mehrkampf) sowie Eva Beyerbach und Luisa Endress (Bayerische Vizemeister im Kunst­turnen) genannt.

Rothenburg ist nicht nur eine Football- sondern auch eine Handball-Hochburg. Deshalb darf sich die männliche B-Jugend um die Trainer Volker Ehrlinger und Roland Schmidt über eine Finanzspritze freuen. 2017 sicherten sie sich die Meisterschaft in der Bayernliga Ost mit einer makellosen Bilanz von 36 zu 0 Punkten. Dadurch qualifizierten sie sich für die Bayernliga, wo sie auf Nachwuchs-Mannschaften aus der 2. Bundesliga treffen. Aber auch die Damen der beiden Trainer Michael Sommerkorn und Christian Beck gingen nicht leer aus. Die weib­liche Handball C-Jugend zeichne sich durch eine „tolle Gemeinschaft“ aus, so Bernhard Benz. Dies trug sicherlich auch dazu bei, dass man zwei Qualifikationsturniere zur Bayern­liga – der höchsten Spielklasse in ­dieser Altersgruppe – gewinnen konnte.

Ebenfalls starke Leistungen zeigten die Schützlinge von Judo-Abteilungsleiterin Nadine Mrugalla. Während Johanna Kölz mittelfränkische Vizemeisterin wurde, qualifizierten sich Franziska Häußler, Arthur Kölz und Jonah Rohn für die Bayerischen Meisterschaften.

Die ersten Preisträger in der Kategorie „Seele“ traten zum Teil an dem Abend schon in Erscheinung. Die Musiker der Städtischen Musikschule (das Percussion-Duo bestehend aus Felix Wehnert und Marlon Model, die Flötistinnen Jule Gundel und Rebekka Rank, die von Carolin Leyh bei ihrem jeweiligen Auftritt am Klavier begleitet wurden sowie die achtjährige Gitarristin Clara Overmanns) stellten auf unterhaltsame Weise unter Beweis, dass sie die Auszeichnung auch verdient haben.

Poetry Slam vom Feinsten: Tom Seiferlein und Bastian Beck.

Die Dokumentarfilmgruppe der Realschule um Thilo Pohle wurde – in Abwesenheit – für ihre gesellschaftlichen und völkerverständigenden Verdienste gewürdigt. Richtig Leben auf die Bühne in Kostüm und mit kleinen Schauspiel-Einlagen brachten die Nachwuchs-Mimen um Theaterpädagogin Christina Löblein vom Toppler Theater. Ihr Motto: „Theater sehen, Theater verstehen, Theater produzieren“. Die fünf Künstler der Rothenburger Realschule (Ann-Sophie-Henselin, Lara Carrillo Lopez, Lukas Lüdtke, Mona Ickelsheimer und Lilly Barthelmeß) hatten ihre Werke mitgebracht und unter dem Sterndach ausgestellt.

Ebenfalls eine Kostprobe ihrer Kreativität brachten Bastian Weck und Tom Seiferlein mit. Sie kommen an der Valentin-Ickelsamer-Mittelschule in den Genuss, sich beim Poetry-Slam ausprobieren zu dürfen. Ihre Lehrerin, Sandra Wittmann, erklärte dem Publikum in einem begeisternden Kurzvortrag, was es mit dieser modernen Form des Dichterwettstreits auf sich hat.

Zwei Preisträger kamen heuer in der Kategorie „Geist“ zum Zuge. Wie kein zweiter verkörpert Julian Shen die Nachhaltigkeit der Förderung der Jugend. Der Schach-Spieler ist seit Anfang an bei den Preisverleihungen mit dabei und angesichts seiner Leistungen, wird sich das auch so schnell nicht ändern. Die zweite Preisträgerin hat auch schon ihre Erfahrung mit Auszeichnungen machen dürfen. Kerstin Goebel wurde bereits bei ihrer Abitur-Abschluss-Feier mit Preisen überhäuft. So be

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