Spatenstich für Energiewende-Projekt

Architekt Martin Schroth hat ein intelligentes Wohn- und Bürohaus geplant, das jetzt gebaut wird

ROTHENBURG – „Jetzt ist es soweit“ konnte Professor Martin Schroth beim Spatenstich verkünden. Seit drei Jahren arbeitet sein Büro an dem Projekt „L25“ und der Idee, ein intelligentes Wohn- und Bürohaus zu errichten.

Spatenstich: v. li. Michael Held (Bauamt), Bauunternehmer Rohbau Georg Gerhäuser, Stadtbaudirektor Michael Knappe, Bauherr Professor Martin Schroth, Aaron Schroth, Melanie Schroth, Josia Schroth, Naomi Schroth und Bauunternehmer Erdbau Peter Semmer. F.: Respondek

Die digitale Zukunft wird im Projekt „L25“ des Achitekten erlebbar. Eine durchgängig digitale Planung bis hin zum digitalen Betrieb und Energiemanagement haben bei der Planung eine besondere Rolle gespielt.

Mit 10 hochwertigen Wohnungen und einem Bü̈ro entlastet das Projekt nicht zuletzt auch den angespannten Rothenburger Wohnungsmarkt. Da­rauf hat Baudirektor Michael Knappe jetzt beim Spatenstich für das Projekt hingewiesen.

Tolle Wohnungen mit Bezug zur Stadt Rothenburg seien sehr gesucht. Damit appelliert er an Bauherren und Investoren, sich mit guter Architektur zu positionieren.

Die Energie der Zukunft wird dabei flexibel und durch Informationstechnik in ein intelligentes Gebäudemanagement eingebunden. Damit entsteht ein „KFW 40 Haus“ von morgen, das die Anforderungen nach dem aktuellen EnEV-Standard um 60 Prozent unterschreitet.

Eine hervorragend gedämmte Gebäudehü̈lle, eine zentrale Wärmeversorgung ü̈ber eine Wärmepumpe, die ü̈ber regenerativ erzeugten Strom angetrieben wird und als Spitzenlastabdeckung ein gasbetriebener Heizkessel machen es möglich.

Außerdem ist eine Bauteilkü̈hlung fü̈r die warmen Tage in den Betondecken integriert und die dezentrale Warmwasserversorgung ü̈ber Wohnungsstationen sorgen darüber hinaus fü̈r eine sichere und zuverlässige Wasserhygiene.

Das intelligente Energiemanagement bedeutet, dass der elektrische Strom ü̈berwiegend selbst erzeugt und genutzt wird. Auf dem Flachdach befindet sich eine Photovoltaikanlage mit 30 Kilowatt-Peak und einem großen Stromspeicher im Kellergeschoss.

Das wird einen Selbstnutzungsanteil am erzeugten Strom von immerhin rund 85 Prozent ermöglichen. Auch die zukü̈nftige Elektromobilität ist berücksichtigt und integriert. In der Tiefgarage befinden sich Ladestationen, die mit dem mehrheitlich selbst erzeugten Strom versorgt werden.

Bei der technischen Planung fand Professor Martin Schroth durch den Energieberater Jakob Merbach und den Haustechnikfachplaner Wolfgang Schirmer (Haustechnik) zwei kompetente Fachleute fü̈r die zukunftsweisende Konzeption. as/FA

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