Slowenien im Fokus

Ökumenische Veranstaltung zum Weltgebetstag der Frauen in Schillingsfürst

SCHILLINGSFÜRST – Frauen aus Slowenien hatten in diesem Jahr anlässlich des Weltgebetstags eingeladen zum „Fest des Glaubens“. Im Mittelpunkt auch in Schillingsfürst stand dabei das biblische Gleichnis vom großen Gastmahl: „Kommt, alles ist bereit!“ (Lk 14,17).

Gemeinsam beteten und sangen die Frauen bei der ökumenischen Veranstaltung in Schillingfürst. Foto: Schwandt

Dort lädt der Gastgeber zu einem Festmahl ein, doch keiner der Geladenen will kommen, entschuldigt sich mit wohlklingenden Worten für sein Fernbleiben. Schließlich finden Arme und Krüppel, Lahme und Blinde, dazu Menschen von der Straße Aufnahme am reich gedeckten Tisch und feiern gemeinsam.

Glaubensfest
Alle sind eingeladen zum Fest des Glaubens, so der Tenor des ersten Liedes, Menschen aus Dörfern und Städten, Kinder und Alte, Lahme und Blinde. Sie folgen den Spuren Jesu, werden selbst zu Boten seiner Botschaft. Ein Volkslied aus Slowenien im Tarantella-Rhythmus setzt die Einladung an Jesu Tisch in Musik um: „Es ist noch Platz an deinem Tisch“ – dieser ist für alle gedeckt.
Dankbar sind die Frauen aus Slowenien für ihr wunderbares, mit Naturschönheiten gesegnetes Land, für das Tosen der Wasserfälle, für die Wogen des Meeres, für die fruchtbaren Weinberge und Felder, für die grünen Wälder und für die schneebedeckten Berggipfel.
Anschaulich hatte das Vorbereitungsteam das Land mit Bildern in Szene gesetzt. In einem Psalm priesen die Frauen Gottes Schöpfung, bevor die Schicksale einzelner Sloweninnen in den Mittelpunkt rückten.
So verließen viele Sloweninnen nach dem zweiten Weltkrieg ihr Land, weil sie gegen den Kommunismus waren oder im Ausland Arbeit suchten, damit ihre Familie überleben konnte.
Große Last
„Lebenswege erahnen“ und „achtsam durch die Welt gehen“ waren weitere musikalische Botschaften des Weltgebetstags. Die Doppelbelastung der Frauen, Berufsleben und Familie gleichzeitig zu schultern, ist eine gewaltige Aufgabe. Zudem stellen Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch, die würdige Betreuung älterer Menschen oder die ethnische Herkunft viele Frauen vor große Herausforderungen.
Der Weltgebetstag ist eine weltweite ökumenische Frauenbewegung, sie alle haben eine Vision: Frauen sollten selbstbestimmt leben können. Mit der Kollekte werden weltweit mehr als 100 Projekte unterstützt, die Frauen und Kinder stärken. „Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt, aber wir sind eingeladen. Wir sehen schon die Lichter und hören die Musik.“ so das Danklied des Abends, damit verbunden die Bereitschaft, mit anderen zu teilen und rund um die Welt Solidarität zu leben.
Mit Lavendel
Musikalisch umrahmt wurde der diesjährige Weltgebetstag in Schillingsfürst in ökumenischer Tradition vom Singkreis St. Kilian und von der Schola der Regionalpfarrei, begleitet von Jürgen Strauß, Emmi Walz und Margit Schwandt.
Das Vorbereitungsteam hatte die Liturgie anschaulich gestaltet: So brachten sie slo-wenische Produkte, wie Lavendel, Weißbrot und Honig zum Altar und eine Bibel – die die christlichen Konfessionen verbindet. Im Anschluss an den Gottesdienst war  zu slowenische Speisen eingeladen, die sich auf einer langen Tafel arrangiert boten. Die Kollekte für Slowenien erbrachte 340 Euro.
Das Thema für den Gottesdienst für den Weltgebetstag 2020 steht schon fest. Es kommt aus Simbabwe und gibt dem Titel „Rise! Take Your Mat and Walk“ vor. sw

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