Schöne Osterbrunnen

Ursula Ilgenfritz und Helfer freuen sich über das 20-Jährige

ROTHENBURG – Es ist Osterzeit in Rothenburg. Spätestens seit sich Brunnen wieder im Schmuck der bemalten Eier und der Buchsgirlanden zeigen. Die attraktive Zier der historischen Wasserstellen begeistert jedes Jahr Einheimische und Gäste gleichermaßen.

Tradition seit 20 Jahren: Das Team um Ursula Ilgenfritz (vorne, Zweite von rechts) schmückt den Röderbrunnen. Foto: Müller

Diesmal ist besondere Freude damit verbunden. Nicht zuletzt auch bei  dem Helferteam um Ursula Ilgenfritz. Die kleine Schar um die frühere Realschullehrerin sorgt traditionell für den Osterschmuck der Brunnen vorm Röderbogen am Markusturm und in der Herrngasse.

Seit 20 Jahren legt es dem Brunnen in der Rödergasse sein österliches Gewand an. 1999 hatte ein Aufruf des örtlichen Gastronomieverbandes die Tradition gegründet. Ursula Ilgenfritz meldete sich (als einzige). Aus ihrer Zeit in Bamberg kannte sie  die Osterbrunnen-Tradition und war bereit, sie auf Rothenburg zu übertragen. Schon 2000 hatte die Tauberstadt in der Rödergasse ihre erste Wasserstelle im österlichen Gewand.

Für die ehemalige Hauswirtschafts-, Handarbeits- und Sportlehrerin und ihre Helfer ist es Ehrensache: Es werden ausschließlich echte Eier verwendet, die vorher ausgeblasen, mit schönen Farben und Ornamenten verziert worden sind. Insgesamt rund 4700 an der Zahl. Alle wunderschön in Szene gesetzt an buschigen Buchsgirlanden, die mit farbigen Ketten umwickelt  und aufgewertet sind.

„Bei uns wären die  Eier alle innerhalb kurzer Zeit  zerschlagen“, kommentiert ein Dortmunder, der in der Herrngasse vorbeikommt und die zerbrechliche Zier am Brunnen bewundert. Zum Glück ist Rothenburg auch in dieser Hinsicht noch ein Stück heile Welt. Wenn auch immer  mit etwas Schwund gerechnet werden muss. Trotz aller angebrachten Hinweise, die um Vorsicht bitten.

Dekorieren ist eine Frage des Geschmacks, aber auch mit viel Detailarbeit und Routine verbunden – von den Vorbereitungen bis zum Finale  an den Brunnen vor Ort. Das Team ist eingespielt. Bei der Endmontage greift ein Rädchen ins andere, während schon die ersten begeisterten Passanten Fotos schießen.

Zum 20-Jährigen durften sich die Aktivisten feiern und über die lobenden Worte von Bürgermeister Dieter Kölle freuen. Der Vertreter der Stadt war, nachdem das Osterbrunnen-Team seine Dekorations-Arbeit für dieses Jahr abgeschlossen hatte, mit ins „Brot und Zeit“ gekommen.

Dort stand – als süße Spende der Bäckerei – eine Torte in Form eines Eies bereit. Schöne Überraschung für eine kleine Kaffeestunde, bei der natürlich auch mit einem Glas Sekt auf das Jubiläum angestoßen wurde. Die Freude war groß, als es – als kleine Anerkennung  für das Engagement in all den Jahren – von der Stadt dazu noch Gutscheine für einen Besuch des Toppler-Theaters im Sommer gab.                                -ww-

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