Rund um den Wald

Forsttag bot vielfältiges Programm auf der „Eiswiese“

ROTHENBURG – Einmal im Jahr verwandelt sich die „Eiswiese“ in ein großes Konzertgelände. Für das Taubertal-Festival ist sie über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Dass sich der hübsche Fleck Erde nahe Detwang auch dann als Veranstaltungsort vorzüglich präsentiert, wenn auf einmal – im übertragenen Sinne freilich – Wald, Baum und Holz die Musik machen, das hat der Rothenburger Forsttag zu seiner neunten Ausgabe erneut unter Beweis gestellt. 

Der alle zwei Jahre stattfindende Forsttag konnte sich auch heuer wieder über einen guten Besucherzuspruch freuen. Foto: Götz

In Zusammenarbeit mit dem Städtischen Forstamt Rothenburg, der Forstbetriebsgemeinschaft Westmittelfranken und den Bayerischen Staatsforsten hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach (AELF) am vergangenen Sonntag ein vielfältiges wie auch durchaus erlebnisorientiertes Programm um Forst und Forstwirtschaft zusammengestellt. Rund 30 Aussteller, ob nun Ämter und Institutionen oder Unternehmen aus der Forsttechnik und dem holzverarbeitenden Gewerbe, gaben ein – um im Bilde zu bleiben – stimmiges Konzertbild ab.

Bühnen gab es so ganz viele und ganz verschiedene. „Grundsätzlich bietet der Forsttag Waldbesitzern und am Wald interessierten Bürgern die Möglichkeit, sich zum Beispiel über die Waldbewirtschaftung, den Wald als Lebensraum und Naturschutz im Wald zu informieren“, erklärt Marcel Konte vom AELF Ansbach, Hauptorganisator der Veranstaltung. Das schöne aber sei, so Konte weiter, dass für alle Generationen etwas geboten werde.

„Kinder konnten mit Spielzeugsägen Stämme entasten, Tierspuren in Ton stempeln, Vogelhäuschen bauen oder an einer Seilbahn über die Tauber sausen, während sich die Eltern über Sägespaltautomaten informieren konnten.“ Per Feuerwehrleiter gab es darüber hinaus die Möglichkeit sich 30 Meter gen Himmel fahren zu lassen um für einen kurzen Moment ein herrliches Taubertal-Panorama zu genießen. Fehlen durfte freilich auch ein gut besuchtes Festzelt nicht, in dem zu Beginn ein Gottesdienst stattfand und anschließend für Speis und Trank gesorgt wurde.

Stöberhundgruppe zeigte     erstmals eine Vorführung

Und wer sich als Baumexperte hervortat, der konnte sogar Brennholz für den eigenen Ofen gewinnen. Geräte- und Maschinenvorführungen und beeindruckende Handwerkskunst mit der Motorsäge vervollständigten das Angebot. Neu dabei sei in diesem Jahr unter anderem die Stöberhundgruppe Frankenhöhe gewesen, so Konte. Deren Vorführung mit ihren Jagdhunden sei von den Besuchern mit großem Interesse verfolgt worden.

Überhaupt wurde das Angebot gut angenommen, wozu nicht zuletzt auch herrlich-sonniges Wetter beitrug. „Unsere Erwartungen mit Blick auf die Besucherzahlen wurden wieder mal erfüllt“, freute sich Konte. Auch hätte man von Gästen und Teilnehmern „durchweg positives Feedback“ erhalten.

„In Summe etwa einen Monat Arbeitszeit“, schätzt Konte stecken in Planung und Durchführung des Forsttages. Die Vorbereitungen beginnen immer schon im November des Vorjahres. „Ohne die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen – egal welcher Institution sie angehören – und der Stadt Rothenburg, wäre dies nicht zu leisten“, weiß Konte. Da reicht es wohl, dass die Veranstaltung nur alle zwei Jahre stattfindet. Auch wenn mancher Besucher die „Eiswiese“ vielleicht gern öfter im Forsttags-Gewand sähe. Im August streift sie sich dann wieder ihr Festival-Gewand über. og

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