Wieviele Stellplätze sind nötig?

Stadtratsmitglieder machen sich Gedanken über Anzahl der Parkplätze am Dienstleistungszentrum

ROTHENBURG – Einstimmigkeit bei allen Beschlüssen lautet kurzgefasst das Ergebnis der jüngsten Stadtratssitzung. 

Am östlichen Ortseingang, neben Polizei und Erdgastankstelle, soll das neue Dienstleistungszentrum entstehen. Foto: Scheuenstuhl

Bei dem Tagesordnungspunkt „Dienstleistungszentrum Ansbacher Straße“ herrschte jedoch noch Klärungsbedarf hinsichtlich der eingeplanten Stellplätze. Der Antragsteller für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan möchte zwischen Polizeiinspektion, Erdgastankstelle und Tangente zwei Büro- und Geschäftsgebäude errichten. Um Fläche zu sparen soll in die Höhe gebaut werden. Die jeweils sechs Geschosse sollen dabei aber die Firsthöhe des Krankenhauses nicht überschreiten.

Die Zufahrt zu dem Dienstleistungszentrum erfolgt hinter der Tankstelle. Die dort befindlichen alten Obstbäume sollen zum Teil erhalten werden. Der Großteil der nötigen Ausgleichsfläche muss jedoch außerhalb des Grundstücks realisiert werden. Grünen-Fraktionsvorsitzender Dieter Seiferlein sei „erschrocken über die hohe Anzahl an Stellplätzen“. Er verwies auf die sich direkt „vor der Haustür“ befindliche Bushaltestelle und den vorbeiführenden Fahrradweg, der in der Form auch erhalten bleiben wird.

Stadtbaudirektor Michael Knappe  räumte ein, dass die vorliegende Planung von Stellplätzen über die in der betreffenden Satzung gefordete Anzahl hinausgehe. Die vorgeschriebenen 20 Prozent  an nicht versiegelter Fläche werden aber dennoch erreicht. Ferner gab er zu bedenken, dass weniger Stellplätze auch eine Einschränkung der Nutzung mit sich bringen würde.

Vor dem Hintergrund, dass in den jeweiligen Erdgeschossen der beiden turmähnlichen Gebäude Gastronomiebetriebe angesiedelt werden sollen, rechnet FRV-Fraktionsvorsitzender Dr. Karl-Heinz Schneider mit einem „erheblichen Verkehrsaufkommen“. Kurt Förster (SPD) sprach sich dafür aus, dass „lieber auf dem Gelände als wild geparkt“ werde.  Hinsichtlich des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Nord“ gab es zu berichten, dass es für einen Teil der insgesamt 8000 Quadratmeter großen Fläche bereits einen Interessenten gibt. Das restliche Areal wäre folglich noch zu haben, so Stadtbaudirektor Michael Knappe.

Die Anfang des Jahres in Kraft getretene Neuerung des Verpackungsgesetzes setzt einerseits höhere ökologische Standards bei der Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen. Andererseits räumt es öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern eine starke Position bei der Abstimmung mit den Systembetreibern ein.

Um die Interessen der Stadt hierbei bestmöglich zu wahren, etwa bezüglich der Häufigkeit der Einsammlungen oder einer besseren Qualität der Gelben Säcke, stimmte der Stadtrat der Beauftragung einer Rechtsanwaltskanzlei (übrigens derselben, die auch den Landkreis in dieser Sache berät), zu.  mes

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