„Allerhöchsten Respekt“

Aktionstag zeigt beachtliche Vielfalt an Selbsthilfegruppen in der Tauberstadt

ROTHENBURG – Selbsthilfe ist heutzutage vielfältig und bunt – das bewiesen am vergangenen Samstag auch elf Organisationen und zwei Beiräte auf dem Marktplatz bei dem Selbsthilfe-Tag „Wir hilft“. Die engagierten Ehrenamtlichen informierten dabei die interessierten Besucher über ihre Gruppierung. Und es war auch eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen. 

Auf dem Marktplatz stellten die einzelnen Selbsthilfegruppen sich und ihre Arbeit mit persönlichem Engagement und kreativem Informations-Material vor. Foto: Scheuenstuhl

Denn bei insgesamt 20 Selbsthilfegruppen – eine bemerkenswerte Anzahl für eine Stadt von der Größe Rothenburgs – kann man leicht die anderen Gruppen aus dem Blick verlieren. Dabei spielt jede für sich eine „ganz wichtige Rolle“, wie Oberbürgermeister Walter Hartl in seinem Grußwort hervorhob. So sei es zum einen für Betroffene eine Erleichterung festzustellen, dass man „nicht alleine“ ist in einer bestimmten Situation.

Selbsthilfegruppen tragen Themen in Öffentlichkeit

Zum anderen tragen Selbsthilfegruppe dazu bei, Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, von denen man oft „keine Notiz“ nimmt, weil sich dahinter „sehr persönliche Schicksale“ verbergen. Er wisse, wie engagiert die Ehrenamtlichen der Rothenburger Selbsthilfegruppen ihre Arbeit verrichten. Er dankte ihnen dafür und zollte ihnen den „allerhöchsten Respekt“.

Die hiesigen Gruppen vertreten ein „Potpourri verschiedener Themen“, so Margit Kaufmann von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (Kiss) aus Ansbach, die die teilnehmenden Gruppen vorstellte. Neben dem Austausch mit Familie und Freunden finden Betroffene in Selbsthilfegruppen ein ganz selbstverständliches Gefühl der Anteilnahme. „Man wird verstanden, ohne viel erklären zu müssen“, sagt Margit Kaufmann. Joachim Greis, Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins „Wegwarte“ und Mitglied im Seniorenbeirat, brachte das grundlegende Anliegen aller Gruppierungen auf den Punkt: „Wir wollen in der Stadt nicht nur nebeneinander, sondern miteinander und füreinander tätig sein.“

An dem Aktionstag nahmen außerdem teil: „Mein zweites Leben in Rothenburg“, der Hospizverein, der „Rot-Treff“ (bei Depressionen, Ängsten und Erschöpfungszuständen), die Blinden- und Sehbehinderten Selbsthilfe, „Junge Frauen mit Krebs“, „Sucht und Selbsthilfe“ (Suse), die Alzheimer Selbsthilfe, die Selbsthilfegruppe für von Epilepsie Betroffene und Angehörige sowie  der Seniorenbeirat und der Inklusionsbeirat.  mes

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