Bauarbeiten kommen viel teurer

Die Sanierung der Burggasse kostet rund 800000 Euro statt der geplanten 550000 Euro

ROTHENBURG – Es ist keine Überraschung: Die Sanierung der Burggasse mit den dabei angefallenen Tiefbau- und Straßenbauarbeiten kommt wesentlich teurer als geplant. Statt der ursprünglich geplanten rund 550000 Euro werden für die reinen Bauarbeiten rund 800000 Euro unter dem Strich stehen. Das hat Stadtbaudirektor Michael Knappe dem Stadtrat in der jüngsten Sitzung am Donnerstagabend mitgeteilt.

Schwieriges Kapitel: Baustelle Burggasse. Foto: Weber

Die Kostensteigerung hängt zu nicht unwesentlichen Teilen zusammen mit den archäologischen Funden, die beim Graben im Untergrund zutage kamen. Die beauftragte Firma macht allein für die Begleitung  dieses  Sonderpostens und für die dadurch entstandene Verzögerung rund 118000  Euro an Mehraufwand geltend. Weitere 15000 Euro, so wird erwartet, dürften im derzeit bearbeiteten Abschnitt in dieser Hinsicht noch dazukommen.

Bereits im Herbst 2017 hatte die beaufragte Firma ein Nachtragsangebot von rund 11500 Euro vorgelegt.  Mitte Juni dieses Jahres ist nun das zweite Nachtragsangebot gefolgt. -Dabei geht es um rund 25000 Euro. Sie sind für die Firma bei der Ver-gabe der Pflasterarbeiten an einen Nachunternehmer angefallen, weil sich wegen der Verzögerung die Lohnkosten erhöht haben.

Weitere 90000  Euro kommen noch durch Massenmehrungen, insbe-sondere bei Erdarbeiten, Hausanschlussleitungen, Betonabbruch, Leitungskreuzungen mit vorhandenen Strom- und Fernmeldeleitungen und Regieleistungen hinzu, wie Rudolf Krämer vom Tiefbaureferat im Stadtrat erläuterte.

Die Finanzmittel für die Kostensteigerung können noch aus Haushaltsstellen generiert werden, die für die jüngsten Arbeitsabschnitte im Bereich Burggasse und Heringsbronnengässchen vorgesehen sind. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend ohne Gegenstimme grünes Licht für die Auftragserweiterung im Gesamtumfang von rund 250000 Euro gegeben.

Im Vorfeld des Beschlusses übte Karl-Heinz Schneider (FRV) Kritik. Das Muster Burggasse dürfe nicht zum Vorbild für künftige Arbeiten in der Altstadt werden, bei denen es in die Tiefe gehe.                                                -ww-

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