Reaktion auf Bedarf

Kindergarten-Anbau war schneller nötig als gedacht

ROTHENBURG – Hinterher ist man immer klüger. Die erst vor vier Jahren errichtete Kindertagesstätte am Herterichweg in der Hecken-acker-Neubausiedlung ist schneller an ihre Kapazitätsgrenzen  gestoßen als gedacht. 

Bedarfsfall: Die noch neue Kindertagesstätte im Rothenburger Neubaugebiet Heckenacker bedurfte der Erweiterung. Foto: Schäfer

Die Anforderungen waren absehbar, aber nicht hundertprozentig sichergestellt. An der Gesetzeslage richtet sich die Förderung der Kommune aus. Vorsorglich hatte die Stadt nach dem passenden Grundstück seinerzeit das Baukonzept vor-ausschauend entwickelt. Es ließ sich jetzt bedarfsgerecht anpassen und erweitern um einen erdgeschossigen Anbau für eine weitere Gruppe an denselben zugrundeliegenden Gebäudetyp. Mit Blocks, die nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt und miteinander verbunden sind – unter Berücksichtigung bildungsorientierter Raumgestaltung.

Es gibt verschiedene Bereiche in der Kita, die die Kinder als ihren Er-fahrungsraum, Rückzugsraum und Entdeckungsraum begreifen und ihnen spielerisch-entdeckendes Lernen ermöglichen. Mit offenen, gruppenübergreifenden Angeboten für die Team- und  Persönlichkeitsentwicklung. Konzentration, Momente des Innehaltens, Tanzen, Musizieren, Rollenspiele sind dabei ebenso wichtig wie ausreichend Bewegung drinnen und draußen.

Mit der Erweiterung um einen zusätzlichen Gebäudetrakt und eine vierte Gruppe kann die Kita insgesamt etwa siebzig Kinder vom Krippen- bis zum Grundschulalter betreuen. Berufstätige Eltern oder der alleinerziehende Elternteil sind froh über die Entlastung, wenn ihr Nachwuchs die Kita besucht.

Leiterin Corinna Ehrmann, eine gebürtige Rothenburgerin, und ihr Team (insgesamt vier Mitarbeiterinnen im Kindergartenbereich und 3 im Krippenbereich) erhalten im Herbst personelle Verstärkung durch zwei frisch ausgebildete Kinderpflegerinnen. Die Absolventinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege in Rothenburg haben Praxiserfahrung, denn sie ist fester Bestandteil des Lehrplans.

Träger der Einrichtung ist die Arbeiterwohlfahrt, die auch den Hort mit Kinderkrippe im Topplerweg  mit 50 Plätzen und eine Außenstelle in der Förderschule an der Ansbacher Straße betreibt. Der Betrieb im vergrößerten Kindergarten am Herterichweg läuft schon seit Mai auf vollen Touren.

Die offizielle Einweih-ung des Anbaus fand erst kürzlich im Rahmen des Sommerfestes statt. Bürgermeister Kurt Förster, der AWO-Ortsvereinsvorsitzende Michael Rehbogen, neben dem Bezirks-Vorstandsvorsitzenden Randolf Spang und dem Kreisverbandsvorsitzenden Ansbach-Land, Peter Sauer, gehörten auch Rothenburger Stadträte zu den Ehrengästen.

Nach den Grußworten stimmte ein Flötenensemble mit Tina Koch und den beiden sechsjährigen Mädchen Lavinia und Johanna mit der Melodie des Liedes „Wer will fleißige Handwerker sehn?“ auf ein fantasievolles Rollenspiel ein, das die Bauphasen pantomimisch nachstellte. Vom Bauarbeiter über Maler, Glaser, Tischler, Innenausstatter bis zu verschiedenen Installateuren erfuhren all diese Beteiligten eine Würdigung, mit namentlicher Nennung der beteiligten Firmen.

Den Ehrengästen wurde angesichts der Sommerhitze gewahr, wie die Flachdächer und die großzügigen Fensterglasflächen die Räume aufheizen. Es ist zusätzliche Beschattung nötig, waren sich alle einig. Auch im Außenbereich. Eine hochwertige Kinderrutsche aus Edelstahl mit besonders langer Lebensdauer hat man aus dem Kita-Garten wieder entfernt, denn sie wurde in der Sonne zu heiß.        sis

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