Auch an neuen Zielen arbeiten

Unabhängig, bürgernah, zukunftsorientiert will die FRV ihre Arbeit fortsetzen

ROTHENBURG – „Unabhängig und frei erarbeiten wir innerhalb unserer Fraktion unsere eigenständige Meinung und vertreten diese bei den Abstimmungen im Stadt­rat. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern“, betonte die FRV-Vorsitzende und Stadträtin Jutta Striffler bei der Wahlveranstaltung mit rund 45 Teilnehmern am Donnerstagabend in der „Schranne“.

Wie schon in den zurückliegenden Jahren werde die FRV auch ihr aktuelles Wahlprogramm als Richtschnur für anstehende Entscheidungen nehmen. Bürgernähe oder das „Ohr am Volk“ sei dabei „ein ganz wichtiger Bestandteil“ des Handelns. „Der bürgerorientierte Dienstleistungsbetrieb Rathaus, für den wir uns immer eingesetzt haben, wird durch die Verwendung neuer Medien transparenter und bürgerorientierter. Auch die barrierefreien Wege zur Verwaltung werden in absehbarer Zeit umgesetzt“, erläuterte Jutta Striffler. „Die betriebswirtschaftlich geführte Verwaltung wurde durch den Beschluss der Umsatzsteuerregelung, die bei einigen Investitionen angewendet werden kann, wieder ein Stück weiter gebracht.“

Für einen offenen Dialog: Jutta Striffler. Fotos: Schäfer

Für einen offenen Dialog: Jutta Striffler. Fotos: Schäfer

Fraktionsübergreifend arbeite man im Stadtrat an der Umsetzung des Gewerbegebietes an der Ansbacher Straße und die daraus resultierenden Gewerbeansiedlungen. Wichtig sei der „offene Dialog“ mit den Bürgermeistern und Gemeinderäten der Umlandgemeinden, auch was die touristische Zusammenarbeit anbelangt. Das Förderprogramm Dorferneuerung für Bettenfeld und Leuzenbronn wurde „zu aller Zufriedenheit abgeschlossen“.

Die Ausweisung von Baugebieten in den Ortsteilen sei wichtig, um junge Menschen in ihrem Heimatort zu halten und den Zuzug von Neubürgern zu ermöglichen. „Wir setzen uns auch für eine zügige Instandsetzung der Gemeindeverbindungsstraßen ein, sobald der städtische Haushalt dies zulässt.“ Hoffnung mache ein neues stattliches Förderprogramm bei den Bemühungen um die zügige Erschließung der Stadt- und Ortsteile durch ein schnelles und leistungsstarkes Internet.

Aktive Politik zum Wohle der Stadt müsse eine solide finanzielle Grundlage haben: „Ein ausgeglichener Haushalt ist in naher Zukunft anzustreben“. Ein großes Augenmerk richtet die FRV auf den Erhalt des Krankenhauses und die „hervorragend aufgestellten Pflegedienste“ vor Ort. Ihre Fürsorge gelte auch den Mitbürgern, die auf bezahlbare städtische Wohnungen angewiesen sind. Man setze sich für einen Bebauungsplan ein, „der wertvolle historische Bausubstanz bewahrt und den Bewohnern eine sinnvolle Nutzung privater oder gewerblicher Art ermöglicht“.

Die Entscheidung zum Parkraumkonzept hat sich die FRV nicht leicht gemacht. „Nach reiflicher Überlegung haben wir die Zustimmung nicht geben können“, so Jutta Striffler. Bei einer so komplexen Thematik gelte es, „eine weitsichtige Interessensabwägung vorzunehmen“. Es gebe aber die Zusage der Verwaltung, „negative Entwicklungen innerhalb eines Jahres zu korrigieren“.

Jutta Striffler sieht die Notwendigkeit, „Rothenburg im Standortwettbewerb eindeutig und nachhaltig zu positionieren“, was eine „intensive und nachhaltige Wirtschaftsförderung erfordert“. Zum Bürgerentscheid sagte sie: „Wir freuen uns, dass die mehrheitliche Meinung der FRV-Fraktion zum Bau der Dreifach-Sporthalle mit Mehrzwecknutzung bestätigt wurde.“ Die ideelle und finanzielle Unterstützung der Vereine wolle man auch in Zukunft gewährleisten. Diese Förderung umfasst auch die Leistungen aller ehrenamtlich Tätigen, „denen unser allergrößter Respekt gebührt.“

Rothenburg biete eine große Anzahl an Pflicht- und freiwilligen Einrichtungen und zeichne sich durch eine außergewöhnliche Fülle von Kunst- und Kulturveranstaltungen aus. Diese Angebote seien von großer Bedeutung für die Lebensqualität und haben deshalb für die FRV „hohe Priorität.“ Besonders hob sie die in jüngster Zeit schulübergreifenden Theateraufführungen hervor, die im Rahmen der Veranstaltungen zur Inklusion „unser Rothenburg als Ort der Vielfalt bestätigen“.

In den letzten Jahren wurden bereits einige weichenstellende Beschlüsse gefasst, unterstrich Jutta Striffler. „Noch bestehende Schwachpunkte zu entschärfen, bleibt eine unserer Aufgaben.“ Lobend hob sie die Verwirklichung des Kunstrasenplatzes am Stadion hervor, die Zukunftswerkstatt „FabLab“, die Cafeteria im Jugendzentrum und die finanzielle Unterstützung der EJSA-Jugendprävention zur Betreuung von Auszubildenden.

Das FRV-Mitglied Herbert Holzinger hat als Vorsitzender der Reha- und Versehrten-Sportgemeinschaft mit seiner Arbeitsgruppe einen Stadtplan für Menschen mit Behinderung erstellt. Dieser müsse zügig umgesetzt werden. Wünschenswert sei auch die Einrichtung eines Seniorenbeirates. Noch an einem weiteren Ziel will die FRV festhalten: „Rothenburg ist ein idealer Standort für eine kleine Gartenschau.“ Die 24 Stadtratskandidaten und die Kreistagskandidaten der FRV, darunter Bürgermeister Alfred Wolz aus Windelsbach, warben bei der Wahlveranstaltung um Stimmen. „Wir sind bereit zur konstruktiven Mitarbeit und einem Miteinander“, betonte Jutta Striffler und sieht die FRV „gut gerüstet“. Der Kandidaten-Song von Hans-Peter Nitt nach der Melodie „Vogelhochzeit“ unterstrich die harmonischen Verhältnisse. sis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*