Weitere Ehrerweisung

Erzbischof und Oberbürgermeister weihen Papst-Tafel ein

ROTHENBURG – Hoher geistlicher Besuch kündigt sich an: Am Donnerstag, 31. Januar, um 17 Uhr kommt der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick nach Rothenburg, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Walter Hartl eine Ehrentafel zum Aufenthalt von Papst Franziskus 1986 in der Tauberstadt einzuweihen.

Der richtige Platz für die Gedenktafel ist bereits gefunden. Foto: privat

Eine erste Gedenktafel wurde bereits im Dezember 2016 direkt neben der Franziskanerkirche am Eingang des einstigen Goethe-Ins­tituts, wo zur Zeit die Montessori-Schule ihre Räumlichkeiten hat, angebracht. Denn Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des „Heiligen Vaters“, widmete sich dort vor über 30 Jahren zwei Monate lang dem Studium der deutschen Sprache.
Aber ebenso eindrücklich wie Grammatik- und Vokabellernen waren für den Argentinier sicherlich auch die zwischenmenschlichen Begegnungen. Deshalb kommt eine zweite Tafel nun in der Judengasse 27 zu Ehren. Also genau dort, wo ihn Erwin und Frieda Pester in ihrem neun Quadratmeter großen Gästezimmer beherbergten. Und wo er, so hatte es Frieda Pester beobachtet, manchmal eine Kerze auf den Tisch vor dem Fenster stellte und eine stille Messe hielt.
Deren Sohn Walter Pester lebt heute noch in seinem Elternhaus im Herzen der Altstadt. Er befürwortete die Initiative der Stadt, diese Tafel dort anzubringen. Sie ziert ein Konterfei des Papstes und enthält zudem eine kurze Erläuterung zu dessen Aufenthalt in der Tauberstadt.
Es wird aber noch persönlicher. So ist darauf ebenfalls zu lesen: „Gern denke ich an meinen Aufenthalt vor über dreißig Jahen zurück. Ich wohnte bei Familie Pester in der Judengasse 27. Ich erinnere mich noch an Herrn Pester und seine Frau.“ Diese Zeilen stammen aus einem Dankesschreiben von Papst Franziskus an Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der dem „Heiligen Vater“ zuvor zum Geburtstag gratulierte und ihm dabei von der Einweihung der ersten Gedenktafel in Rothenburg erzählte.
Diese für den Papst noch präsente Erinnerung an seine Zeit hier mag ein Grund dafür sein, dass der hohe Geistliche erneut persönlich an der Einweihung der zweiten Tafel teilnimmt. Ein zweiter Grund ist die gute persönliche Beziehung zu Pfarrer Harald Sassik, über den auch der Kontakt zum Erzbischof entstanden ist. mes

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