Sache zum Erfolg bringen

Umweltschützer setzen sich für viele Unterschriften unter das Volksbegehren ein

ROTHENBURG – Mit einem Infostand zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ haben Umweltschützer für eine Teilnahme der Bürger am Volksbegehren geworben.

Vor einem Verbrauchermarkt in Rothenburg: Aktivisten werben für Unterschriften. Foto: privat

Vielfältiges Informationsmaterial zum Artenschutz, zur Imkerei und zur Biolandwirtschaft konnten eingesehen und mitgenommen werden. Viele interessante Diskussionen wurden geführt, dabei kristallisierte sich deutlich heraus, dass ein „weiter so“ von der Mehrheit der Bürger nicht mehr hingenommen wird. Zu dramatisch sind die Zahlen von 75 Prozent Verlusten bei den Insekten und 55 Prozent bei den Vögeln.

Die konventionelle Landwirtschaft dagegen sieht sich seit Jahren am Pranger. Dies sei umso belastender für die Bauern, da viele um eine angemessene Entlohnung oder sogar ums finanzielle Überleben kämpfen. Sie verweisen unter anderem auch darauf, dass auch Privatbürger in ihren Gärten viel mehr für die Artenvielfalt und den Artenschutz tun könnten, aber nur die Landwirte mit Gesetzesvorgaben gegängelt werden.

Der Flächenfraß mit der einhergehenden Versiegelung war ein weiterer Diskussionspunkt, so fragte eine ältere Dame warum bei den Einkaufsmärkten so viele Parkplätze sein müssten und warum nicht mit einem zusätzlichen Stockwerk und damit flächensparender gebaut wird. Diese Flächen gingen ja unnötigerweise der Landwirtschaft und der Natur als Lebensraum verloren.

Bis hin zum Philosophenweg

Auch die geplante Restbebauung des Philosophenwegs wurde immer wieder diskutiert. „Arten und Biotopschutz fängt auch in Rothenburg vor der Haustüre an, und gilt nicht nur für den Regenwald in Südamerika“, war eine Aussage oder auch „der Philosophenweg mit dem Turmseelein ist ein hochwertiger Lebensraum für Pflanzen und Insekten und Vögel, aber auch für alle Rothenburger Bürger und muss daher erhalten bleiben“.

Am kommenden Freitag ab 19.30 Uhr findet im „Rappen“ eine Informationsveranstaltung zum Volksbegehren statt mit dem Landtagsabgeordneten Martin Stümpfig und der zweiten Bürgermeisterin von Muhr, Doris Schicker, auch als Hobbyimkerin aktiv. Am Samstagvormittag können sich Bürger dann noch einmal am Infostand in der Hafengasse zum Volksbegehren informieren.

Das Rothenburger Aktionsbündnis appelliert an die Bürger, sich für das Volksbegehren im Rathaus in Rothenburg sowie im Bereich der beiden Verwaltungsgemeinschaften Rothenburg und Schillingsfürst und auch bei Geschäftsstellen der beiden Verwaltungsgemeinschaften einzuschreiben, dem Volksbegehren zum Erfolg zu verhelfen und so einen Volksentscheid zum Thema „Rettet die Bienen“ zu ermöglichen. ab/FA

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