Andere Kulturen besser verstehen

Projekttag am Staatlichen Bildungszentrum in Rothenburg mit verbindendem Ansatz

ROTHENBURG –  Unter dem Motto „Meine Welt – Deine Welt – Unsere Welt“  hat am Staatlichen Beruflichen Bildungszentrum (SBS) in Rothenburg ein Projekttag als Interreligiöser Dialog stattgefunden, den die Fachbetreuerin für das Fach Reli-gion, Karin Franz, initiiert hat. Sie ist neben ihrer Tätigkeit am SBS Fachmitarbeiterin an der Regierung von Mittelfranken. 

Das gemeinsame Essen gehört mit zum Projekt, das ein Miteinander fördern soll. Foto: Schwandt

Schulleiter Dr. Friedhard Nichterlein begrüßte in der Turnhalle die Schülerinnen und Schüler sowie die Vertreter der Eugen-Biser-Stiftung, die es sich seit 2002 zum Ziel setzt, einen wertschätzenden und toleranten Umgang mit den verschiedenen Religionen und Kulturen zu fördern.

Gerade an der Berufsschule werden Schüler in sogenannten „Berufsintegrationsklassen“ sprachlich und fachlich auf einen Einstieg in eine Berufsausbildung im Dualen System vorbereitet. Zudem entscheiden sich immer mehr Jugendliche für eine duale Berufsausbildung, die nicht aus Deutschland kommen. Die Schüler stammen aus Syrien, Marokko und Eritrea, aus der Ukraine und aus Polen, aus EU-Ländern wie Italien, Griechenland, Dänemark und Spanien. Die Gastronomie im Einzugsbereich des SBS bietet eine Fülle an Ausbildungsplätzen und ist international aufgestellt, genauso wie ihr Gästepublikum. Dem Schulleiter ist es wichtig, dass sich die Schüler vorurteilsfrei begegnen und sich als gleichberechtigtes Mitglied der Schulfamilie fühlen. Die Vertreter der Eugen-Biser-Stiftung, die verschiedene Workshops leiteten, möchten den Dialog der jungen Menschen beflügeln, sie sehen im Gespräch und Austausch eine große Chance, den wachsenden Konflikten in der Gesellschaft entgegenzutreten.

Die Jugendlichen finden sich in ausgelosten Gruppen zusammen, sprechen über Gleichberechtigung, setzen sich mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausei-nander und beschäftigen sich nicht zuletzt auch mit dem Familienbild in den verschiedenen Kulturen. Das Fasten ist ebenso ein Thema, wie das Unterwegssein mit Abraham. Und natürlich feiern alle gemeinsam ein Fest und essen miteinander an langen Tischen.

Wir sind oft in einer „Blase“ gefangen, so Karin Franz, drehen uns in unserer eigenen kleinen Welt und fragen viel zu wenig, wie es dem anderen geht, was ihn berührt, was er denkt, wie er lebt. „Meine Welt – Deine Welt – Unsere Welt“ bot den Schülern und Lehrkräften vielerlei Möglichkeiten, aufeinander zuzugehen, miteinander zu sprechen und Neues zu erfahren – aus der spannenden Welt des Anderen. -sw-

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