Endlich ein eigenes Reich

Kinderkrippe in Oberscheckenbach wird an „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit vorgestellt

OBERSCHECKENBACH – Die Kleinen fühlen sich in ihren neuen Räumlichkeiten längst pudelwohl. Nun sollen sich auch die Erwachsenen davon überzeugen, dass der Kinderkrippen-Anbau an die Oberscheckenbacher Kindertagesstätte mehr als gelungen ist. An diesem Sonntag wird hierfür ein „Tag der offenen Tür“ mit gleichzeitigem Sommerfest gefeiert.

Neu und alt in Harmonie verbunden: Der Anbau (links) schließt sich dank Windfang nahtlos an den bisherigen Kindergarten an.

„Gehört dir der Kindergarten?“, wird Bürgermeister Johannes Hellenschmidt von einem kleinen Jungen beim Besuch in der Einrichtung gefragt. Auch wenn er gemeinsam mit den Gemeinderäten die nötige Erweiterung auf den Weg gebracht hat, so liegt doch die Trägerschaft bei der Kirchengemeinde. Drei Architekten habe man für Vorschläge angefragt, rekapituliert das Gemeindeoberhaupt den Entwicklungsprozess. Letztlich entschied man sich für den Entwurf des Uffenheimer Architekturbüros Hahn, da man damit auch die höchste Förderung erhielt. 300 000 Euro von den insgesamt 560 000 Euro übernimmt nun die Regierung von Mittelfranken.

Eigentlich war die Förderung nur für zehn Krippenplätze vorgesehen. Doch während der Bauphase merkte man, dass der Storch wohl noch öfter als gedacht in der kleinsten Gemeinde des Landkreises vorbeischauen wird. Mit dem Landrats-amt kam man deshalb überein, dass letztlich doch 12 Krippenplätze gefördert werden. Bislang waren drei Krippenplätze in dem bestehenden Kindergarten „Zum guten Hirten“ integriert. Angesichts des steigenden Bedarfs nach Betreuung für 1- bis 3-Jährige war es an der Zeit, einen eigenen Bereich für die Kleinsten zu schaffen.

Über einen Windfang, der auch als Kinderwagenparkplatz dient und als neuer Eingang fungiert, ist der bisherige Bereich mit dem 130 Quadratmeter großen Anbau verbunden.  Neben einer Garderobe verfügen die Kleinsten über einen Schlafraum, einen auf ihre Größe und Bedürfnisse angepassten Sanitärbereich und einen Gruppenraum inklusive Kochzeile.

Die Kinder fühlen sich in den neuen Räumen längst pudelwohl. Fotos: Scheuenstuhl

Der Höhepunkt für sie ist aber zweifelsohne das beeindruckende Spielhaus. Dieses gibt es so nicht zu kaufen, sondern wurde auf Initiative der Mitarbeiter nach dem Vorbild eines Spielhauses aus einer anderen Kita angefertigt. Auch sonst versuchte man, auf die Wünsche der Erzieherinnen einzugehen – sofern diese nicht der Bayerischen Bauordnung zuwiderliefen.

„Besser hätte es nicht sein können“, lobt deshalb Silvia Gehringer, die für die Kinderkrippe zuständig ist, ihre neue Wirkungsstätte. Die bodentiefen, dreifach-verglasten Fenster etwa sind für die Kinder die perfekte Möglichkeit, die Natur mit all ihren tierischen Bewohnern aus dem Haus heraus zu beobachten – denn noch ist das Spielareal für den Kleinkindbereich an der frischen Luft nicht fertiggestellt.

Durch den Anbau ging nur eine „minimale Fläche“ im Außenbereich verloren, erklärt Bürgermeister Hellenschmidt. Vor dem Eingang der Einrichtung legten die Eltern selbst Hand an und pflanzten ein Beet mit Blumen und Kräutern. Wenn man unbedingt ein kleines Manko finden möchte, so ist dies das Fehlen zusätzlicher Parkplätze, räumt das Gemeindeoberhaupt ein.

Doch nun soll erst einmal gefeiert werden. Am kommenden Samstag, 14. Juli, stellen Architekt und Gemeinde den Neubau vor. Um 14 Uhr übernehmen dann die Kinder und zeigen im Rahmen des Sommerfestes ihre Aufführung. Danach steht die Kinderkrippe zur Besichtigung offen. mes

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